Botanischer Garten und Botanisches Museum, Berlin-Dahlem Botanischer Garten und Botanisches Museum, Berlin-Dahlem

Pilz des Jahres 1996 / Mushroom of the Year 1996

Habichtspilz - Sarcodon imbricatus
[Foto: Habichtspilz]Die zerklüftet-schuppige an ein Habichtsgefieder erinnernde Hutoberfläche ist für die Namensgebung des einstigen Massenpilzes verantwortlich. Er wächst gruppenweise am Erdboden in Nadelwäldern und erreicht eine Hutbreite bis zu 20 cm. Von Sammlern wird er an den dichtstehenden Stacheln der Hutunterseite leicht erkannt. Der Speisewert ist wegen des im Alter zähen Fleisches und bitteren Nachgeschmacks umstritten, nicht aber die Tatsache, daß er besonders im Flachland selten geworden ist. Eine Eintragung in die "Rote Liste" als "gefährdet" ist die Folge. In den deutschen Mittelgebirgen, besonders aber in Österreich oder der Schweiz kann der Pilz noch relativ häufig gefunden werden. Er lebt in Symbiose mit Fichten oder Kiefern, besonders auf kalkhaltigem Untergrund. In der Gattung Sarcodon stehen noch einige außerordentlich seltene, ungenießbare Vertreter, die der "normale" Sammler kaum zu Gesicht bekommt.
[Text: Ewald Gerhard]

Weitere Pflanzen des Jahres / Others Plants of the Year

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