Pilz des Jahres 1999 /Mushroom of the Year 1999
Satans-Röhrling - Boletus
satanas
![[Foto: Satans-Röhrling]](../icons/Pilz1999.gif)
Schon der Name
"Satans-Röhrling" ängstigt so manchen
Pilzsammler. Doch sein Verzehr erzeugt allenfalls massive
Verdauungs- störungen. Er ist also nicht tödlich
giftig. Der kompakte Pilz wächst nur auf kalkhaltigen
Böden unter Rotbuchen oder Eichen. Seine Liebe für
Wärme verbannt ihn eher in süddeutsche Gefilde und
selbst dort wird er immer seltener. Dies ist ein Grund,
ihn als "stark gefährdet" einzustufen. Viele
Sammler, die glaubten, den Giftpilz gefunden zu haben,
hatten wohl eher einen Hexenröhrling im Korb. Der an
Schnittstellen intensiv tintenblau anlaufende Verwandte
ist ungiftig. Der Satans-Röhrling ist an seinen
weißlichen Hutfarben, den unter dem Hut befindlichen
roten Röhren und dem dicklichen, mit einer Netzzeichnung
überzogenen, rötlich- gelben Stiel zu erkennen. Im
Anschnitt verfärbt sich das weißliche Fleisch nur etwas
blau und im Alter entströmt ihm ein verhaltener
Aasgeruch. Wer den seltenen Pilz wirklich einmal findet,
hat großes Glück. Man sollte ihn betrachten - und
stehenlassen. [Text: Ewald Gerhard]
Weitere Pflanzen des
Jahres / Others Plants of the Year