De Herbario Berolinensi Notulae No. 19 H. WALTER LACK & DANIELA WAGNER Das Herbar Ullepitsch Abstract Lack, H. W. & Wagner, D.: Das Herbar Ullepitsch. [The Ullepitsch Herbarium.] – Willdenowia 14: 417-433. 1984. – ISSN 0511-9618. Life and work of Josef Ullepitsch (1827-1896), an official in the financial administration of the former Austro-Hungarian Empire and amateur botanist, is presented in some detail. Special attention is given to his activities as collector and founder of the old botanical garden in Linz. The greater part of Ullepitsch's rich herbarium mainly comprising plante collected by him and other botanists in the former Austro-Hungarian Empire, was acquired in 1944 by the Botanisches Museum Berlin-Dahlem. A list of collectors is appended. Einleitung Dank der Bereitstellung von Sondermitteln zur Vorbereitung des Umzugs in die neuen, derzeit noch im Bau befindlichen Herbarräume des Botanischen Museums Berlin-Dahlem wurde es möglich, einige vor Jahrzehnten erworbene, aber aus Mangel an Arbeitskräften und wegen anders gelagerter Prioritäten nicht bearbeitete Herbarien aufzunehmen und in die Hauptsammlung einzugliedern. Darunter befindet sich das etwa 15000 Exemplare umfassende, vorwiegend aus Mitteleuropa stammende Herbar Ullepitsch, dessen technische Bearbeitung der Zweitautor durchführte und über das im folgenden berichtet werden soll. 2. Josef Ullepitsch Josef Ullepitsch wurde am 28. 2. 1827 in Laibach (Herzogtum Krain, Kaisertum Österreich; heute: Ljubljana, Jugoslawien) geboren (1; Porträts: fig. 1, 2; Schriftprobe fig. 3). Über seine Muttersprache ist nichts bekannt, doch ist er wahrscheinlich zweisprachig mit slowenisch und deutsch aufgewachsen (2). Auch über die Jugend von Ullepitsch wissen wir wenig; spätestens ab Frühjahr 1842 und bis Oktober 1846 lebte er in Graz (Herzogtum Steiermark, Kaisertum Österreich; heute: Österreich) (Ullepitsch 1884), wo er Zögling am Joanneum war (Anon. 1846); anschließend absolvierte er die königlich ungarische Berg- und Forstakademie in Schemnitz (Königreich Ungarn; heute: Banska Stiavnica, CSSR) (Kerschner 1952). Nach einer Tätigkeit von 1847 bis 1850 bei privaten Eisenwerken (Kerschner 1952) trat Ullepitsch in den Staatsdienst, dem er über dreißig Jahre lang – und zwar als verschiedenen Ministerien unterstellter Beamter – angehören sollte (1). Als "Bergwerks-Praktikant" in den Salinen von Wiliczka (Königreich Galizien und Lodomerien, Kaisertum Österreich; heute Wieliczka, Polen) begann er seine Tätigkeit (1), wurde am 21. 5. 1850 "beeidet" (1) und dann der K.K. Berg- und Hüttenverwaltung in Szwoszowice (Königreich Galizien und Lodomerien, Kaisertum Österreich; heute: Stadtteil von Krakow, Polen) (Kerschner 1952), später der K. K. Berg-, Forst- und Güter-Direktion in Schemnitz zugeteilt (Kraus 1851). Während seines Wirkens an der letztgenannten Dienststelle arbeitete Ullepitsch bei der K.K. Eisenwerksverwaltung in Rhonitz (Königreich Ungarn; heute: Hronec, CSSR) (Hochofenschaffer am K.K. Eisenschmelzwerk in Mittelwald) und bei der KK Hüttenverwaltung in Kremnitz (Königreich Ungarn; heute: Kremnica, CSSR) (Kraus 1851, 1852, 1854, 1856, Kerschner 1952). Nach dieser etwa sechsjährigen Tätigkeit im Gebiet des ehemaligen Königreichs Ungarn wurde Ullepitsch am 1.12.1856 zum "Controlor bei der Berghauptmannschaft und Punzirungscasse" in seiner Geburtsstadt Laibach ernannt (1), aber bereits am 12. 11. 1857 in gleicher Funktion nach Klagenfurt (Herzogtum Kärnten, Kaisertum Österreich; heute: Österreich) versetzt (1), wo er über neun Jahre verblieb. In diese Klagenfurter Jahre fällt eine Beurlaubung zur Bau- und Betriebsleitung des Eisenwerkes Raggabach (Herzogtum Kärnten, Kaisertum Österreich; heute: Österreich) (Kraus 1861) und die "Oberleitung der mechanischen Lehrwerkstätte der Klagenfurter Handels- und Gewerbekammer" (Kerschner 1952). Am 25.12.1866 erfolgte eine neuerliche Versetzung, und zwar als Controlor an das Punzirungsamt in Prag und am 19.12.1867 seine Ernennung zum Wardein und Vorstand des Punzirungsamtes in Linz (Erzherzogtum Österreich ob der Enns, Österreich-Ungarn; heute: Österreich) (1). Nach knapp fünfjähriger Tätigkeit in dieser Position wurde Ullepitsch ein letztes Mal versetzt, und zwar am 30.12.1872 als Wardein und Vorstand an das Punzirungsamt in Triest (Reichsunmittelbare Stadt Triest, Österreich-Ungarn; heute: Trieste, Italien) (1). Am 17.6.1873 erhielt Ullepitsch schließlich seine Ernennung zum Oberwardein in der 8. Dienstklasse, einer vergleichsweise niedrigen Position in der damals elfstufigen Dienstklassenhierarchie (1). Die Tätigkeit des Punzirungsamtes in Triest umfaßte damals "a. die Punzirung b. die Gold- u. Silber-Einlösung und c. den Verschleiß der BergwerksProdukte . . ." (3). Auf sein Pensionierungsgesuch vom 22.5.1880 (4) wurde Ullepitsch am 20. Juni 1880 vom k.u.k. Finanzministerium in Wien krankheitshalber in den Ruhestand versetzt (1); ein ärztliches Zeugnis (5) spricht von "einer stets vorschreitenden und daher für unheilbar zu erklärenden Erkrankung des Nervus sympaticus" und "ist seine Sehkraft äusserst geschwächt und zeitweilig sogar unterbrochen". Nach seiner sehr frühzeitig erfolgten Pensionierung - Ullepitsch hatte das 53. Lebensjahr erst wenige Monate vorher vollendet - lebte er an mindestens vier Orten - anfangs in Rohrbach im Mühlviertel (Erzherzogtum Österreich ob derEnns, Österreich-Ungarn; heute: Österreich) (z. B. 6, Ullepitsch 1882, Sabidussi 1908), dann in Poysdorf im Weinviertel (Erzherzogtum Österreich unter der Enns, Österreich-Ungarn; heute: Österreich) (z. B. Anon. 1888) und später in Gnezda in der Tatra (Königreich Ungarn, Österreich-Ungarn; heute: Hniezde, CSSR) (z. B. Anon. 1889, 1890, Sabidussi 1908); seinen Lebensabend beschloß er in Wilfersdorf im Weinviertel (Erzherzogtum Österreich unter der Enns, Österreich-Ungarn; heute: Österreich) (7). Dort starb Ullepitsch am 16.12.1896 im 69. Lebensjahr an Lungenkrebs und wurde auch im Friedhof dieser Gemeinde begraben (7). Neben seinem Brotberuf als Verwaltungsbeamter war Ullepitsch als vielseitig interessierter Amateur-Naturforscher tätig, der sich mit botanischen, zoologischen, mineralogischen, geologischen, prähistorischen und anthropologischenFragen beschäftigte; im folgenden soll aber vorrangig auf sein botanisches Wirken eingegangen werden. Ullepitsch scheint früh ein Interesse für die Pflanzenwelt entwickelt zu haben; einem im Alter verfaßten Brief (8) ist zu entnehmen, daß er im Jahre 1838 - also elfjährig, und somit noch in der Krain - zu "botanisieren anfing". Als Gymnasiast in Laibach war er mit seinem nur fünf Jahre älteren, bis 1843 ebenfalls in Laibach lebenden Krainer Landsmann A. Skofitz (1822-1892) befreundet (Dörfler 1895), der nach seiner Übersiedlung nach Wien zwei bedeutende botanische Unternehmungen gründen sollte: im Jahre 1845 den "Botanischen Tauschverkehr" (später "Wiener Botanischer Tauschverein" genannt), im Jahre 1851 das "Österreichische Botanische Wochenblatt" (ab 1858 "Österreichische Botanische Zeitschrift") (Anon.1875, Dörfler 1895, Lack & v. Sydow 1984). Ullepitsch hatte im Jahre 1844 "viele Alpen bestiegen" und seine botanische Ausbeute Skofitz "zum Tausche gegen Verrechnung" vermacht (Dörfler 1895); schon im Gründungsjahr trat er dem "Botanischen Tauschverkehr" bei und blieb bis zu seinem Tode Mitglied dieser Vereinigung (Dörfler 1895). Eine weitere, wichtige Anregung scheint Ullepitsch während seines Aufenthalts in Graz erhalten zu haben, wo in diesen Jahren A. Rochel (1770-1847), pensionierter Obergärtner der Universität Pest (Königreich Ungarn; heute: Budapest, Ungarn) lebte (Ullepitsch 1884). Bei ihm verbrachte Ullepitsch angeblich seine "ganze freie Zeit" und legte zusammen mit ihm im Hofraum "des Eckhauses am Eingang in die Attems-Gasse [in Graz] auf einer Fläche von 7 Quadratklafter einen Alpengarten an, in welchem gegen 400 Arten Alpenpflanzen mit größter Sorgfalt gepflegt wurden". (Ullepitsch 1884). Dieses kleine, heute nicht mehr existierende Alpinum zählt zusammen mit dem bereits vor fast 100 Jahren aufgelösten botanischen Garten am Joanneum, für den Ullepitsch ebenfalls "Alpenpflanzen . . . aus der Krain" sammelte (Anon. 1845) und dem Alpinum des Brandhofes bei Aflenz, eines Landsitzes von Erzherzog Johann von Österreich (1782-1859), zu den ältesten nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten angelegten Gartenanlagen im Herzogtum Steiermark (Anon. 1970 a, 1970 b, Kriechbaum 1970). Zusammen mit Rochel, der im Jahre 1841 sein umfangreiches Herbar an Friedrich August II. König von Sachsen (1797-1854) verkauft hatte, nun aber in Graz ein neues Herbar aufzubauen begann (Kanitz 1865), unternahm der junge Ullepitsch Exkursionen in die nähere und fernere Umgebung von Graz (Ullepitsch 1884). Von den Jahren als Zögling der königlich ungarischen Berg- und Forstakademie in Schemnitz und der Zeit seines Wirkens als Bergpraktikant an verschiedenen Dienststellen ist eine botanische Tätigkeit nicht bekannt, ebensowenig wie von dem knappen Jahr bei der Berghauptmannschaft und Punzirungskassa im heimatlichen Laibach. Es kann aber angenommen werden, daß Ullepitsch sich auch in diesen Jahren mit floristischen Fragen beschäftigte und ein Herbar anlegte. Diese Sammlung ist jedoch nach Ullepitschs eigenen Angaben zusammen mit den später hinzugekommenen Beständen im Jahre 1874 - wahrscheinlich in Triest - verbrannt (6). Während des Wirkens im Herzogtum Kärnten war Ullepitsch als ordentliches Mitglied im Verein "Naturhistorisches Landesmuseum von Kärnten" in Klagenfurt tätig (2); er hielt verschiedene Vorträge (Sabidussi 1908), die zum Teil auch in gedruckter Form vorliegen (so etwa eine Arbeit über das damals zum Herzogtum Kärnten, heute zu Italien gehörige Canaltal, Ullepitsch 1864), hatte in der Folge eine Funktion "in der Museumsleitung" inne (2) und wurde nach seiner Versetzung nach Prag zum korrespondierenden Mitglied dieses Vereins ernannt (2). Auch Teile der in diesen Jahren zusammengetragenen Sammlungen (etwa Mollusken) gingen an diese Gesellschaft und werden heute im Landesmuseum für Kärnten (KL) aufbewahrt (Mildner 1982). Bedeutsamer als die Tätigkeit in Klagenfurt und der kurze Aufenthalt in Prag sollte das Wirken von Ullepitsch in Linz sein; er war Gründungsmitglied des "Vereins für Naturkunde in Österreich ob der Enns", der sich am 9.4.1869 in Linz konstituierte und sich "die Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse in Österreich ob der Enns mit besonderer Rücksicht auf die Naturkunde dieses Landes" zum Ziel setzte (Kerschner 1952). Auf der ersten Generalversammlung am 21.5.1869 wurde Ullepitsch zum ersten Vereinssekretär gewählt (Kerschner 1952). Erstaunlicherweise stellte sich dieser Verein als erste und vordringlichste Aufgabe die Schaffung und Erhaltung eines botanischen Gartens in der oberösterreichischen Hauptstadt (Kerschner 1952); die Anregung dazu stammte von Ullepitsch, der auch die grundlegenden Arbeiten in den ersten Jahren des Bestehens durchführen sollte (Kerschner 1952). Schon im April 1869 überließ die Stadt Linz dem Verein für Naturkunde unentgeltlich die Nutzungsrechte an einem Grundstück "auf den Harrachfeldern" (heute im Bereich der Mozart- und Dinghoferstraße) zur Anlage eines botanischen Gartens, der 68 Jahre lang an diesem Platz verblieb, bis die Stadt Linz ihr Grundstück im Jahre 1937 an den Verein der Ärzte verkaufte (Kerschner 1952). Damit war das Ende des alten botanischen Gartens in Linz gekommen. Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges, aber noch zu einem Zeitpunkt, als die Stadt Linz teils der sowjetischen, teils der amerikanischen Besatzungszone Österreichs angehörte, wurde mit der Eröffnung des Botanischen Gartens und Arboretums der Stadt Linz am Bancalariweg ein Neubeginn gesetzt (Kerschner 1952). Ullepitsch war die treibende Kraft bei der Einrichtung und Bepflanzung des mit einer Fläche von etwa 2400 m2 allerdings sehrkleinen alten botanischen Gartens (Kerschner 1952); zuerst ließ er auf eigene Kosten die auf der Parzelle gelagerten Baumaterialien entfernen, dann wurde ein Zaun errichtet, der Boden vorbereitet und die Bepflanzung begonnen (Kerschner 1952). Als Spender von Pflanzenmaterial traten die botanischen Gärten des Vereins "Naturhistorisches Landesmuseum in Kärnten", der deutschen Universität in Prag und der Universität Wien hervor, zu denen Ullepitsch die nötigen Kontakte hergestellt hatte (Kerschner 1952). Einen Uberblick über den Zustand des in Entstehung begriffenen botanischen Gartens in Linz gibt der "Erste Jahres-Bericht des Vereins für Naturkunde in Österreich ob der Enns in Linz" (Ullepitsch 1870), aus dem auch das große Engagement von Ullepitsch hervorgeht ("Herr Ullepitsch hat die Gärtnerstelle unentgeltlich übernommen") Im Jahre 1871 kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Ullepitsch und dem Vereinspräsidenten Anton Ferdinand Ritter von Schwabenau, k.k. Statthalterei-Vizepräsident i.R., in dessen Folge sich Ullepitsch von derLeitung des botanischen Gartens zurückzog, jedoch weiterhin diese Institution mit lebenden Pflanzen und Geld unterstützte (Kerschner 1952). Eine im Jahre 1873 erschienene "Aufzählung der im Botanischen Garten zu Linz vom März bis September 1872 zur Blüte gelangten Gefäß-Pflanzen" (Anon. 1873) erfaßt 679 Arten und ist das erste derartige Verzeichnis aus Linz. In dieser Zeit spitzten sich auch die Auseinandersetzungen zwischen v. Schwabenau und Ullepitsch zu; Ullepitsch beklagte sich beim Vereinsausschuß bitter über v. Schwabenau, der "für seine (i.e. Ullepitschs) körperlich und geistig anstrengende Tätigkeit und die pekunären Opfer, wie selbe kein Vereinsmitglied brachte - durch mehr als zwei Jahre bei Errichtung und Instandsetzung des Botanischen Gartens - nicht das mindeste Dankeswort" übrig habe (Kerschner 1952). Wahrscheinlich noch im Jahre 1872 zog sich Ullepitsch dann durch Austritt vollständig aus dem Verein für Naturkunde zurück, wurde aber bald nach seiner Versetzung nach Triest auf Grund eben jener Verdienste für den botanischen Garten zu dessen Ehrenmitglied ernannt (Kerschner 1952). Der Verein für Naturkunde in Österreich ob der Enns hatte sich auch den Aufbau naturhistorischer Sammlungen zur Aufgabe gesetzt, die anfangs im Vereinslokale, zwei von der Stadt Linz zur Verfügung gestellten Räumen im Hause Spittelwiese 8, untergebracht waren (Anon.1871, Kerschner 1952); namhafte Beiträge zum Herbar lieferten dabei Bischof Rudigier, Baron A. Handel und J. Ullepitsch (Fritsch 1901). Die zusammengekommenen Bestände gelangten bei der Liquidierung des Vereins im Jahre 1922 an das Museum Francisco-Carolinum in Linz (heute: Oberösterreichisches Lan- desmuseum, LI) (Kerschner 1952); offensichtlich bestanden aber in den Linzer Jahren auch direkte Kontakte von Ullepitsch zu dieser Institution, da er als "korrespondierendes Mitglied des Museums Francisco-Carolinums" aufscheint (7) und zahlreiche Belege in seinem Herbar den Vermerk "Ex Herb. Mus. F. Carol." tragen. Informationen über eine botanische Tätigkeit in Triest liegen erstaunlicherweise nicht vor; erst nach seiner frühen Pensionierung scheint Ullepitsch sich wieder in größerem Umfang mit floristischen Fragen beschäftigt zu haben, nach 1874 begann er auch mit dem Wiederaufbau seines zerstörten Herbars. Hauptsammelgebiete waren dabei die nähere und weitere Umgebung seiner Wohnorte - von Triest aus das österreichische Küstenland (heute teils Jugoslawien, teils Italien), von Rohrbach aus der Böhmerwald, von Gnezda aus die Komitate Zips und Liptau (Königreich Ungarn, ÖsterreichUngarn; heute CSSR) und von Poysdorf und Wilfersdorf aus das Erzherzogtum Österreich unter den Enns (heute Österreich); darüber hinaus besuchte Ullepitsch im Jahre 1883 die heimatliche Krain (9). Während seiner Pension sammelte Ullepitsch auch Pflanzenmaterial für das von A. Kerner von Marilaun (1831-1898), Professor für systematische Botanik und Direktor des botanischen Museums der Universität Wien (Kronfeld 1908), begründete Exsiccaten-Werk Flora austro-hungarica (Kerner 1893-1896, Fritsch 1899). Vor allem durch seine Arbeiten in der Tatra und ihren Vorgebirgen sowie in der Krain hat Ullepitsch einen Beitrag zur floristischen Erforschung dieser Gebiete geleistet. Er war Ehrenmitglied des Tatra-Museums in Felka (Königreich Ungarn, Österreich-Ungarn; heute Velka CSSR) (7), seit 1865 korrespondierendes Mitglied des Naturwissenschaftlichen Vereins in Graz (7; D. Ernet, persönliche Mitteilung) und von 1888 bis 1890 ordentliches Mitglied der k.k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien (Anon. 1888, 1889, 1890). Ullepitsch hat wenige wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht; sämtliche pflanzensystematischen Publikationen und floristische Notizen (z. B. Ullepitsch 1883) wurden während seines Ruhestandes verfaßt und erschienen in der bis 1892 von seinem Jugendfreund Skofitz herausgegebenen Österreichischen Botanischen Zeitschrift. Die das Gebiet des Herzogtums Krain bzw. die Karpaten betreffenden Arbeiten sind über die einschlägigen Spezialbibliographien (für Krain: Voss 1884-1885; für Karpaten: Pax 1898, Szymkiewicz 1925, Gombocz 1939) zugänglich. Es wird daher nicht der Versuch gemacht, die weit verstreuten, qualitativ und thematisch sehr unterschiedlichen Publikationen in einem Schriftenverzeichnis zu erfassen. 3. Das Herbar Ullepitsch Nach dem Tod von J. Ullepitsch ging sein Herbar an die Witwe, Maria Ullepitsch, geb. Edle von Prokopowicz (7,10); schon im darauffolgenden Jahr ließ Johann II., regierender Fürst von und zu Liechtenstein (1840-1929), ein bedeutender Förderer des wissenschaftlichen Gartenbauwesens in Österreich-Ungarn, sein Interesse an dieser Sammlung anmelden und ein Gutachten darüber einholen (10). In einem von R. Wettstein Ritter von Westersheim (1863-1931), damals Professor für systematische Botanik und Kurator des botanischen Gartens der deutschen Universität Prag (Janchen 1933), verfaßten Schreiben (10) lesen wir: "Ich zweifle keinen Augenblick, daß sein [i.e. Ullepitschs] Herbarium einen wissenschaftlichen Werth besitzt, einerseits dadurch, daß Herr Ullepitsch wusste, welche Arten der heimischen Flora einer genauen Untersuchung bedürfen und auf solche besonders achtete, andererseits dadurch, dass er hauptsächlich in den Karpathen sammelte, deren Flora in cisleithanischen Herbarien im Allgemeinen schlecht vertreten ist . . ." Im folgenden schlägt Wettstein den Ankauf des Herbariums durch Johann II. und die Zuweisung an das botanische Museum der Universität Wien vor. Dieser Plan lag nahe, nicht nur weil dieses Institut "die eingehende wissenschaftliche Erforschung der österreichischen Flora sich zur Hauptaufgabe gestellt hat" (10), sondern weil Wettstein zum Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens bereits seine Ernennung zum ordentlichen Professor für systematische Botanik und Direktor des botanischen Museums der Universität Wien als Nachfolger seines Schwiegervaters A. Kerner erhalten hatte (Janchen 1933). Abschließend bemerkt Wettstein: "Mit der Schenkung des Herbariums an das genannte Museum liessen sich leicht eine Wahrung der Interessen der Volks-, Ackerbau- und Gärtner-Schulen, für welche Sr Durchl. der Fürst Liechtenstein in so hochherziger Weise sorgt, verbinden, wenn der Direction des Museums das Herbarium unter der Bedingung überlassen würde, dass sie aus den zahlreichen vorhandenen Doubletten Schulherbarien für jene Unterrichtsanstalten zusammenstellt" (10). Johann II. scheint diesen Empfehlungen voll und ganz gefolgt zu sein; noch im Dezember 1898 ließ er das Herbar ankaufen, im nächsten Jahr folgte die Bezahlung von 1500 fl. an die Witwe und die Schenkung an das Botanische Museum der Universität Wien (10). Dort wurde die Bearbeitung des Herbars Ullepitsch begonnen, aber nicht zu Ende geführt; offensichtlich trennte man die Dubletten von der Hauptsammlung, Teile der außereuropäischen Bestände wurden in das Herbar des Botanischen Museums der Universität Wien (heute: Institut für Botanik, WU) ) aufgenommen; der Großteil der Sammlung aber blieb unbearbeitet im Gebäude des sogenannten Alten Museum, Wien III., Mechelgasse 2, als getrennte Sammlung liegen, war jedoch auch weiterhin für wissenschaftliche Arbeiten zugänglich. Dies beweisen handschriftliche Revisionsvermerke etwa von F. Fedde (1905), Z. Szabo (1913), A. Ginsberger (1920) und F. Widder (1929), sowie Hinweise in Monographien (z. B. Porsch 1903). Wenige Tage nach der Zerstörung des Herbarflügels des Botanischen Museums Berlin-Dahlem am 1.3.1943 richtete F. Knoll (1883-1981), NachfolgerWettsteins als Professor für systematische Botanik an der Universität Wien (Ehrendorfer 1982), einen Brief an L. Diels (1874-1945), Professor für Systematische Botanik und Generaldirektor des Botanischen Gartens und Museums in BerlinDahlem (Mildbraed 1948), in dem er sein Mitgefühl über "dieses Unglück" zum Ausdruck bringt und "für die Zukunft unsere Hilfe in Aussicht stellt." (11). Ein Jahr später wurde aus dieser Absichtserklärung Realität. "Bezüglich der an Ihr Museum abzugebenden Herbarsachen unseres Instituts" schreibt H. Neumayer (1887-?) am 18.3.1944 an J. Mattfeld (1895-1951), Kustos und Professor am Botanischen Garten und Museum Berlin-Dahlem (Markgraf 1952): "Das Institut gibt derzeit fast nur die Sammlung Josef Ullepitsch ab, u. zw. ausschließlich der bereits in unser Hauptherbar eingereihten Teile derselben, die Zahl der Faszikel beträgt 68 . . ." (12). Alle Sammlungsgegenstände unseres Instituts werden unentgeltlich abgegeben." (12). Am 11.7.1944 wurde dieses Geschenk abgeschickt, aber nicht nach Berlin, sondern an das Kaliwerk Bleicherode/Ost (13); in einem Verzeichnis der in den Stollen dieses Bergwerks ausgelagerten Materialien (Pilger 1953 a) scheinen diese Sammlungen als "Dupla aus dem Herbar Wien" auf. Erst im März 1948 gelangte dann das Herbar Ullepitsch nach einer Zwischenlagerung in Erfurt an das Botanische Museum Berlin-Dahlem (Pilger 1953 b). Möglicherweise wurde gerade durch die Schenkung nach Berlin das Herbar Ullepitsch gerettet, da am 13.2.1945 sein früherer Aufbewahrungsort, das Alte Museum auf dem Gelände des Botanischen Gartens der Universität Wien, durch einen Bombenangriff zerstört wurde (Gicklhorn 1951). Dieser Berliner Teil des Herbars Ullepitsch enthält neben den von Ullepitsch selbst und ganz überwiegend nach 1874 gesammelten Pflanzen umfangreiches Material, das im Tausch eingegangen war; regionalen Schwerpunkt bilden auch hier die Länder Österreich-Ungarns, besonders gut vertreten sind dabei die Krain, Kärnten und Ungarn. Relativ enge Tauschbeziehungen scheinen zum königlich botanischen Garten in Breslau (Königreich Preußen; heute: Wroclav, Polen) bestanden zu haben, da zahlreiche Herbarexemplare die Stempel "Kgl. bot. Garten zu Breslau" und "Cat. herb. Vratisl. No." sowie "Herbarium R. v. Uechtritz"",Herbarium Dr. P. Schumann" und "Herbarium M. Winkler" tragen; auch eine umfangreiche Serie "Reliquiae Hillebrandianae" aus Makaronesien stammt aus dem "Herbar des botan. Gartens zu Breslau". Einen Überblick über die relativ häufig vertretenen Sammlungen bietet der Appendix 1, wobei auch weitere Sammeldaten angegeben sind; Appendix 2 bietet zusätzliche Angaben zu jenen Botanikern, die durch besonders umfangreiche Bestände im Berliner Teil des Herbars Ullepitsch repräsentiert sind. Weiters sind folgende Exsiccaten-Werke zum Teil reichlich vertreten: Herbarium americanum (C. Baenitz), Herbarium Europaeum (C. Baenitz), Herbarium americanum (Bebb), Herbarium americanum (G. P. Lorentz), Flora exsiccata austro-hungarica (A. Kerner), Flora polonica exsiccata (Rehman & Woloszczak, Woloszczak), Herbarium normale (F. Schultz). Die an diesen zum Teil in vielen Herbarien vertretenen Exsiccatenwerken beteiligten Sammler sind in den Appendices nicht berücksichtigt. Ullepitsch führte einen peinlich genauen Katalog seines Herbariums, der in zwei handschriftlichen Exemplaren vorliegt, die dankenswerterweise im Jahre 1982 vom Institut für Botanik der Universität Wien dem Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem als jener Institution geschenkweise überlassen wurden, welche den ungleich größeren Teil des Herbars Ullepitsch besitzt. Ein Exemplar des Katalogs ist gebunden, besitzt ein retch verziertes Titelblatt (fig.4) und enthält ausschließlich Eintragungen in der Schrift von J. Ullepitsch, wobei in alphabetischer Reihenfolge die Pflanzennamen und die Herkunft der Belege angegeben sind; das zweite Exemplar ist eine Abschrift von unbekannter Hand. Von Ullepitsch an andere Botaniker im Tausch geschickte Herbarexemplare werden heute in mehreren Herbarien aufbewahrt, so etwa die an D. Pacher (1816-1902), einem im Herzogtum Kärnten tätigen Geistlichen, gelangten Sammlungen im Landesmuseum von Kärnten (KL) (G. Leute, persönliche Mitteilung), die an A. Vocke (1821-1901), Gärtner in Nordhausen (Königreich Preußen, heute: DDR) gesandten Sammlungen im systematisch-geobotanischen Institut der Universität Göttingen (GOET) (Wagenitz 1982). Weiteres Material befindet sich etwa im Oberösterreichischen Landesmuseum (LI) (F. Speta, persönliche Mitteilung), im Royal Botanic Garden Edinburgh (E) (Hedge & Lamond 1970), im Department of Botany, University of Oxford (OXF) (Clokie 1964) und im Herbarul general din Bucuresti (BUC) (Nedelcu 1984). Danksagung Die Autoren danken Mag. Dr. D. Ernet (GJO), Dr. G. Leute (KL) und Doz. Dr. F. Speta (LI) für mannigfache Hinweise zu Leben und Werk von J. Ullepitsch. Der Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs, der Direktor des Landesmuseums für Kärnten, der Direktor der Handschriftensammlung der Universitätsbibliothek Uppsala und der Archivar im Hausarchiv der regierenden Fürsten von Liechtenstein gestatteten freundlicherweise die Einsichtnahme in unveröffentlichte Unterlagen. Der naturwissenschaftliche Verein für Kärnten und das Landesmuseum für Kärnten haben dankenswerterweise die Abbildungen 1 und 3 ermöglicht. Zitierte unveröffentlichte Quellen (1) Österreichisches Staatsarchiv, Wien, Finanzarchiv, 2. Registratur-Abteilung, Fasc. 31, Nr. 17551-1880, Dienst=Beschreibung und Ruhe=Gebühr=Nachweis, 5. 6. 1880. (2) Landesmuseum für Kärnten, Klagenfurt, Botanische Abteilung, Handschriftensammlung, Brief von J. Ullepitsch an Canaval, 25. 3. 1889; Konzept eines Briefes von Canaval an J. Ullepitsch, 3 4. 1889. (3) Osterreichisches Staatsarchiv, Wien, Finanzarchiv, 2. Registratur-Abteilung, Fasc. 31, Nr. 17551-1880, Brief von "Hauptpunzierungsamts-Direktor" an k.k. Finanz-Ministerium, 11.6.1880. (4) Österreichisches Staatsarchiv, Wien, Finanzarchiv, 2. Registratur-Abteilung, Fasc. 31, Nr. 17551-1880, Pensionierungsgesuch, 22.5.1880. (5) Österreichisches Staatsarchiv, Wien, Finanzarchiv, 2. Registratur-Abteilung, Fasc. 31, Nr. 17551-1880, Ärztliches Zeugnis, 20.5.1880. (6) Uppsala universitetsbibliotek, Handskriftsavdelningen, Dörflerska samlingen, Brief von J. Ullepitsch an K Keck, 24.8.1883. (7) Naturhistorisches Museum, Wien, Botanische Abteilung, Bibliothek, Kronfeldsammlung, J. Ullepitsch, Parte, 17.12.1897. (8) Uppsala universitetsbibliotek, Handskriftsavdelningen, Dörflerska samlingen, Brief von J. Ullepitsch an K. Keck, 6.11.1891. (9) Uppsala universitetsbibliotek, Handskriftsavdelningen, Dörflerska samlingen, Brief von J. Ullepitsch an K. Keck, 15.12.1888. (10) Hausarchiv des regierenden Fürsten von Liechtenstein, Wien, Fürstliche Hofkanzlei, Aktenlauf mit den Endnummern 1.407 ex 1900, insbesondere Brief von R. Wettstein an einen ungenannten Hofsekretär, 12.12.1898. (11) Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, Archiv, Auslagerungsakten, Brief von F. Knoll an L. Diels, 11.3.1943. (12) Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, Archiv, Auslagerungsakten, Brief von H. Neumayer an J. Mattfeld, 18.3.1944. (13) Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, Archiv, Auslagerungsakten, Brief von H. Neumayer an J. Mattfeld, 13.7.1944. Zitierte Literatur Anon. 1845: Dreiunddreißigster Jahresbericht des steiermärkisch-ständischen Joanneums zu Gratz für das Schuljahr 1844. - Gratz. Anon. 1846: Vierunddreißigster Jahresbericht des steiermärkisch-ständischen Joanneums zu Gratz für das Schuljahr 1845. - Gratz. Anon. 1871: Der Vereins-Ausschuß erfüllt . . . - Jahresber. Vereins Naturk. Österreich ob der Enns 2: 3-9. Anon. 1873: Aufzählung der im Botanischen Garten zu Linz vom März bis September 1872 zur Blüte gelangten Gefäss-Pflanzen. - Jahresber. Vereins Naturk. Österreich ob der Enns 4: 21-29. Anon. 1875: Gallerie österreichischer Botaniker XIX. Alexander Skofitz. - Österr. Bot. Z. 25: 1-4. Anon. 1888: Stand der Gesellschaft am Ende des Jahres 1888. - Verh. K.K. Zool.-Bot. Ges. Wien 38: IX-III. Anon. 1889: Stand der Gesellschaft am Ende des Jahres 1889. - Verh. K.K. Zool.-Bot. Ges. Wien 39: IX-XIII. Anon. 1890: Stand der Gesellschaft am Ende des Jahres 1890. - Verh. K.K Zool.-Bot. Ges. Wien 40: IX-XIII. Anon. 1970 a: Der Joanneumgarten kurz nach seiner Gründung im Jahre 1818. - Mitt. Abt. Zool. Bot. Landesmus. Joanneum Graz 36: 77-79. Anon. 1970 b: Der Joanneumgarten nach seiner Auflösung im Jahre 1888. - Mitt. Abt. Zool. Bot. Landesmus. Joanneum Graz 36: 79-84. Clokie, H. 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Appendix 1 Die folgende Liste enthält die Namen jener Sammler, deren Exemplare im an das Botanische Museum Berlin-Dahlem gelangten Teil des Herbars J. Ullepitsch häufig vertreten sind; weiters wird der Zeitraum angegeben, aus dem die jeweiligen Aufsammlungen stammen; die Orthographie richtet sich nach Steinbach 1959. Adamovic, L. 1886-1896 Arnaud, Ch. 1876-1884 Aust, C 1881-1887 Bailey, Ch. 1868- 1882 Barth, J. Bayer, J. 1868-1895 Beaudouin, H. 1866-1885 Becker, A. – Beckmann, C. 1880-1890 Blocki, B. 1882- 1895 Bochkoltz, W. C. 1859-1873 Boller – Borbas, V. v. 1876-1895 Bordere, S. 1856-1888 Boresch, L. v. 1893-1896 Bornmüller, J. 1886-1896 Borzi, A. 1880-1882 Brandis, E. 1886-1893 Braun, H. 1879-1894 Bubela, J. 1881-1885 Buchtien, O. 1879-1891 Burle, E. A. – Callier, A. 1883-1889 Canepa, G. B. 1879-1886 Castka, A. 1881-1883 Celerni, F. X. – Crespigny, Eyre de 1885-1888 Csato, J. v. 1868-1892 Debeaux, J. O. 1883 Degen, A. v. 1883-1886 Demandt, Ph. 1885-1889 Dichtl, P. A. 1877-1887 Dolenz, V. 1889-1892 Domin, N. 1885-1887 Duftschmidt, J. – Dürrnberger, A. 1892-1895 Dutoit, D. 1856-1880 Eichenfeld, M. R. v. 1881-1886 Einsele, A. 1847-1863 Engelhardt, V. 1880-1893 Eschfaeller, P. 1875-1880 Eysn, M. 1873- l 883 Falk, A. 1869-1875 Felsmann, C. 1880-1889 Fest, B. 1892 Fiala, F. 1889-1895 Freyberg, J. – Freyn, J. F. 1874-1894 Gandoger, M. 1878–1895 Gelmi, E. 1883–1885 Gerard, F. 1886–1887 Glanz, v. – Grantzow, K. 1864–1893 Grecescu, D. 1881–1885 Griewank, G. 1872–1884 Gussone, G. – Halacsy, E. v. 1869–1880 Hanry, H. 1860–1872 Haselberger, A. 1883–1890 Hausser, E. 1884–1889 Haussknecht, K. 1862–1884 Heldreich, Th. v. 1882–1891 Herbich, F. 1853–1863 Heuser 1893 Hillebrand, W. 1870–1882 Hinterhuber, J. – Hirc, D. 1881–1884 Holuby, J. L. 1866–1884 Hoppe – Huet, A. 1860–1873 Huguenin, A. – Huter, R. 1862-1885 Hylten-Cavallius, G. E. 1870-1887 Jabornegg v. Gamsenegg, M. 1867-1889 Jahn – Janka v. Bules, V. 1861-1887 Jetter, C. 1882-1887 Karo, F. 1877-1884 Keck, K 1874-1880 Keller, L. 1879-1894 Kerner, A. 1877 Khek, E. J. 1884-1895 Kmet, A. 1880-1887 Kneuker, A. J. 1890-1895 Kravogl, H. 1878-1888 Lagger 1863 Lang, A. F. 1877 Linton, W. R. 1884-1888 Lomax, A. E. 1886-1889 Magauer, F. 1895 Magnusson, A. H. 1885-1888 Marchesetti, C. v. 1873-1884 Martelli, U. 1884-1893 Marton 1888-1893 Masson, R. 1879-1888 Matz, A. 1858-1879 Metz, C. 1882–1883 Mor, J. v. – Morrison, A. 1886–1891 Mouillefarine, E. 1878–1884 Murr, J. 1881–1894 Murray, R. P. 1886–1888 Nilsson, S. J. 1886–1889 Noe, W. – Oberleitner, F. 1854–1883 Oborny, A. 1878–1896 Olsson, P. 1882–1887 Pacher, D. 1844–1895 Paris, E. G. 1861–1874 Petrowsky, A. S. 1879 Petter, F. – Pichler, Th. 1872–1890 Pichlmayr, F. 1875 Piers, W. 1889–1892 Pirotta, S. E. R. 1882–1889 Polak, K 1873–1883 Pontarlier, N. Ch. 1872–1883 Porta, P. 1874–1894 Preissmann, E. 1879–1891 Purpus, A. 1888–1889 Rauscher, R. 1868–1891 Rehman, A. – Reinecke, C. 1883–1896 Requien, E. 1850 Ressmann, F. 1874–1890 Reuss, A. v. 1855–1872 Reverchon, E. 1883–1895 Richter, K. 1875–1891 Römer, J. 1883–1889 Ross, H. 1882–1894 Rossi, L. 1889–1890 Rotky, C. 1884–1885 Sabransky, H. 1882–1893 Safer, J. 1879–1896 Sagorski, E. 1889–1895 Sandoz, P. 1863 Sardagna, M. 1882–1888 Scheppig, C. 1861–1891 Scherfel, A. G. 1863–1893 Schiedermayr, C. 1870–1878 Schletterer, A. 1882–1883 Schlosser v. Klekovski, J. 1886–1887 Schneider, G. 1887–1890 Schultz, F. 1850–1871 Schwöder, A. 1881–1888 Sebesta, F. 1878 Seidel 1887–1889 Simkovics, L. – Sintenis, P. 1873–1894 Solla, R. 1882–1884 Spiess 1874–1879 Steininger, H. 1880–1888 Steinitz, W. 1875–1882 Sterzing, H. 1886–1887 Steurer, C. 1884–1889 Stríbrny, V. 1895–1896 Strobel, F. 1884–1886 Strobl, G. 1869–1886 Sundberg, C. F. 1885–1889 Szepligeti, W. 1878–1888 Tauscher, J. A. 1872–1879 Todaro, A. – Tommasini, M. v. 1858–1862 Topitz, A. 1884–1887 Treffer, G. 1880–1896 Uechtritz, R. v. 1858–1885 Ullepitsch, J. 1872–1896 Untchj, K 1882–1892 Vagner, L.1868–1878 Val de Lievre, A. 1864–1874 Vidal, G. 1890–1893 Vocke, A. 1878–1893 Volk, R. 1883–1889 Vrany, V. 1887–1890 Wagner, W. 1879–1889 Waisbecker, A. 1888–1892 Wallengren, R. 1884–1888 Warodell, E. 1882–1886 Watterfall, W. B. 1880–1883 Weidmann, A. 1883–1886 Westerlund, C. A. (meist ‘C.A.W.’ abgekürzt) – White, J. W. 1883–1894 Wiesbaur, J. 1870–1891 Winkler, A. 1871–1879 Winkler, M. 1852–1876 Winnberg, A. 1883–1887 Wirtgen, Ph. 1868–1885 Witting, E. 1883–1885 Woerlein, G. 1881–1887 Wolf, F. O. 1876–1894 Woynar, J. 1880–1888 Zavrel, F. 1878–1882 Zwanziger, G. 1892 Appendix 2 Die folgende Liste enthält die Namen jener Sammler, deren Exemplare im an das Botanische Museum Berlin-Dahlem gelangten Teil des Herbar Ullepitsch sehr häufig vertreten sind, sowie die jeweiligen Sammelschwerpunkte; die dabei verwendeten geographischen Begriffe sind in den vor dem Ersten Weltkrieg gültigen politischen Grenzen zu verstehen. Aust Salzburg, Niederösterreich Blocki Galizien, Karpaten v. Borbas Ungarn Bubela Mähren, Niederösterreich Keck Oberösterreich Khek Böhmen, Mähren v. Mor Oberösterreich Pacher Kärnten Preissmann Steiermark, Kärnten Rauscher Oberösterreich, Niederösterreich Richter Ungarn Safer Krain, Österreichisches Küstenland Sardagna Italien, Tirol Scherfel Karpaten Steinitz Ungarn Treffer Tirol Ullepitsch Karpaten, Niederösterreich, Krain, Kärnten, Oberösterreich Westerlund Schweden Wiesbaur Böhmen, Niederösterreich, Oberösterreich, Ungarn