Titanenwurz blühte 2016! Amorphophallus titanum - Größte Stinke-Blume der Welt aus Indonesien

Die Titanenwurz - Amorphophallus titanum Becc. (Araceae)

Titanenwurz blüht - Größte Stinke-Blume der Welt aus Indonesien

Die gigantische Blume der Titanenwurz (Amorphophallus titanum) ist eine der spektakulärsten Erscheinungen in der Pflanzenwelt und eine große Seltenheit. Das eigentliche Blütenspektakel dauerte nur drei Tage. Der erste Blühtag (9. Juni 2016) war aufgrund des intensiven Aasgeruchs am Spektakulärsten. Das tropische Gewächs aus Indonesien ist derzeit im Begoniengewächshaus (Haus B) zu bestaunen. Der Botanische Garten ist aktuell täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet, letzter Einlass in den Garten und Schließung der Gewächshäuser um 20.30 Uhr.

Der Blühbeginn wurde über den Newsletter und diese Webseite mitgeteilt. Verpasst? Dann schnell zur Anmeldung für den nächsten Höhepunkt!

Nähere Informationen zur Pflanze finden Sie unten auf dieser Seite. Beeindruckende Zeitrafferfilme der letzten Jahre zeigen, wie schnell das Wachstum erfolgt.

14. Juni 2016: Pfff, die Luft ist raus. Heute morgen hängt der Kolben. Gestern abend stand er noch wie eine Eins. Der Kolben wirkt wie trockenes, gegerbtes Leder.
14. Juni 2016 14. Juni 2016
   
14. Juni 2016 14. Juni 2016: Schimmelfäden breiten sich aus.
   
13. Juni 2016: Noch steht der Kolben aufrecht. Das vertrocknete Hochblatt umhüllt ihn wie ein Schal.
13. Juni 2016 13. Juni 2016
   
11. Juni 2016 - der dritte Blühtag: Kann Welken schöner sein? Sie ist der Star im Gewächshaus. Und verströmt zur Verwunderung etwas Aasgeruch.
11. Juni 2016: Ein schöner Pokal. 11. Juni 2016: Bizzar getrocknet
   
11. Juni 2016: Noch immer ist der Blick in den Trichter frei. 11. Juni 2016: Nomen est omen!
   
10. Juni 2016 - der zweite Blühtag: Sie ist wunderschön geöffnet und Gestank ist kaum noch zu merken. Sie ist der Star im Gewächshaus. Im Gegensatz zu den Blüten der letzten Jahre blieb das Hochblatt die ganze Zeit "offen", der Saum schloss sich nicht bereits wieder an den Kolben, so schön lange konnte die Titanenwurzblüte noch nicht in Berlin bisher offen bestaunt werden.
10. Juni 2016 - 17 Uhr: Sie ähnelt nun einem Springbrunnen, das Hochblatt fließt schier herab. 10. Juni 2016 - 17 Uhr:  Etwas aus der Höhe betrachtet sieht die Titanenwurz aus wie ein verpackter Donut.
   
10. Juni 2016 - 17 Uhr: Und öffnet sich die Gewächshaustür, wackelt der Saum nun leicht im Zugwind ... er wird schlaffer und oberseits immer tiefer dunkelrot. 10. Juni 2016 - 17 Uhr: Aber der Blick unter den "Rock", unter das Hochblatt, ist jetzt unglaublich fantastisch.
   
10. Juni 2016 - 17 Uhr: Die Titanenwurz-Rakete. Die weiblichen Blüten an der Kolbenbasis.
   
10. Juni 2016 - 13 Uhr 10. Juni 2016 - 13 Uhr: Blick in den Blütenstand, an der Kolbenbasis sind die weiblichen Blüten zu sehen.
10. Juni 2016 - 13 Uhr: Der Rand des Hochblatts beginnt zu welken. 10. Juni 2016 - 13 Uhr
   
10. Juni 2016 - 11 Uhr: Das Hochblatt ist völlig geöffnet. 10. Juni 2016 - 11 Uhr
10. Juni 2016 - 11 Uhr 10. Juni 2016 - 11 Uhr
10. Juni 2016 - 11 Uhr 10. Juni 2016 - 11 Uhr
   
9. Juni 2016 - 1,14 und keine 4 Stunden später 1,15 Meter - der erste Blühtag: Heute ist sie aufgeblüht und stinkt nun im Gewächshaus! Fliegen summen um sie herum.
9. Juni 2016 - 21.30 Uhr 9. Juni 2016 - 21.30 Uhr
   
 
9. Juni 2016 - 21 Uhr  
9. Juni 2016 - 19.45 Uhr: fasst voll erblüht 9. Juni 2016 - 19.45 Uhr: fasst voll erblüht
9. Juni 2016 - 18 Uhr 9. Juni 2016 - 18 Uhr
   
9. Juni 2016 - 18 Uhr: Ganz unten am Kolben sitzen die weiblichen und männlichen Blüten. 9. Juni 2016 - 18 Uhr: Gestank entströmt zunehmend und wellenartig aus der Pflanze - und die ersten Aasfliegen sind zur Stelle.
   
9. Juni 2016 - 18 Uhr: Das Hochblatt öffnet sich immer weiter 9. Juni 2016 - 18 Uhr
   
 
9. Juni 2016 - 14 Uhr: Es geht los! Sie öffnet sich und ... ganz schnell vorbeikommen, denn die nächsten Stunden werden die besten! Viel Spaß! Sie war 1,15 Meter groß, also legte noch mal einen Zentimeter zu.  
   
9. Juni 2016 - 10 Uhr: Wie sieht's aus? Heiß und feucht! 9. Juni 2016 - 10 Uhr: Morgens ist sie noch zu! Wir sind genauso gespannt, ob sie heute erblüht.
 
8. Juni 2016 - 1,125 Meter von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens.
8. Juni 2016: Auch das dritte Hüllblatt ist nun verwelkt und liegt auf dem Erdboden. 8. Juni 2016: Noch ist die Titanenwurz zu. Wann geht sie wohl auf?
   
7. Juni 2016 - 1,10 Meter von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens.
Es stinkt kräftig und stechend im Begonienhaus - doch es ist "nur" die Schwester der Titanenwurz, Amorphophallus konjac, die nun voll erblüht ist und auf sich aufmerksam macht. Wer es also nicht erwarten kann, komme mitsamt Nase vorbei.
 
7. Juni 2016: Noch ist die Titanenwurz zu. Wann geht sie wohl auf?  
   
7. Juni 2016: Auch das dritte, längste Hüllblatt welkt. 7. Juni 2016
   
Die Schwester der Titanenwurz, Amorphophallus konjac, blüht dagegen und stinkt nun nach toter Ratte. Ein Blick in die Amorphophallus konjac
   
6. Juni 2016 - fast 1,08 Meter von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens.
6. Juni 2016 6. Juni 2016: Das in Falten gelegte Hochblatt umschließt noch den Kolben.
   
 
6. Juni 2016: Das zweite Hüllblatt ist nun auch verwelkt.  
   
Ebenso im Begonienhaus kann eine andere Titanenwurz entdeckt werden, Amorphophallus konjac. Sie ist auch sehenswert - und stinkt nun schon nach toter Maus. Amorphophallus konjac bildet einen viel kleineres Hochblatt aus als ihre große Schwester, Amorphophallus titanum - auf die wir noch etwas warten müssen.
Amorphophallus konjac zeigt deutlich, wie die Gattung zu ihrem Gattungsnamen kam, denn unförmig ist der Kolben in der Tat [ámorphos = griechisch für ungestaltet, formlos (zu a-, verneinendes Element, und morphē, Gestalt)] . Amorphophallus konjac ist auch äußerlich deutlich anders gefleckt als ihre große Schwester, Amorphophallus titanum - auf die wir noch etwas warten müssen.
 
5. Juni 2016 - 1,04 Meter von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens. Die Innenseite des Hochblattes färbt sich nun immer deutlicher rot. Leider werden auch die Auswirkungen der Verletzungen am Kolben immer offensichtlicher.
 
5. Juni 2016  
   
4. Juni 2016 - fast 1,02 Meter von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens. Wir gönnen auch der Wurz das Wochenende, heute hatte sie etwas mehr Zeit zum Wachsen, bis sie sich dem Zollstock stellte. Ja, und sie ist nun fast 1,02 Meter groß.
4. Juni 2016 4. Juni 2016
   
3. Juni 2016 - 95,5 cm von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens.
3. Juni 2016 3. Juni 2016: Der grüne Blütenstandsstil wird deutlicher sichtbar. Auch er ist weißgefleckt und täuscht Bewuchs mit Flechten vor. Fraßfeinden gaukelt die Wurz somit vor, ein holziger Happen zu sein. Die Rinde von Bäumen im Regenwald ist durch Flechtenaufwuchs fleckig.
3. Juni 2016: Der rötliche Hauch an den Spitzen des Hochblattes wird deutlicher. 3. Juni 2016: Auch die großen Hüllblätter, die die Knospe ehemals schützend umschlossen, welken nun.
 
3. Juni 2016: Erinnert doch leicht an Chinakohl. Wir warten auf den Farbumschlag, der an Radicchio erinnert.  
 
2. Juni 2016 - 91 cm von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens.
2. Juni 2016: Der grüne Blütenstandsstil wird erstmals zwischen den Hüllblättern unten sichtbar. Auch er legt ein Längenwachstum hin. 2. Juni 2016: Ein erster ganz leichter rötliche Hauch ist an den Spitzen des Hochblattes erkennbar.
   
1. Juni 2016 - 86 cm von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens.
Die Titanwurz wirklich bitte nicht anfassen, Kolben und Hochblatt wurden berührt und dabei die empfindliche Oberfläche sichtbar zerstört.
1. Juni 2016 1. Juni 2016: Sichtbare Verletzungen am Kolben
   
1. Juni 2016: Das äußerste, kleinste Hüllblatt verwelkt nun zusehends. Drei Hüllblätter haben die Blütenstandsknospe ursprünglich umschlossen. 1. Juni 2016
   
31. Mai 2016 - 79,5 cm von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens.
An der breitesten Stelle ist der Blütenstand nun etwa 20 cm. Es ist so heiß und feucht im Gewächshaus, dass Brille und Kamera beschlagen, wenn man gerade von draußen kommt. Die Titanenwurz scheint im Nebelwald zu stehen.
31. Mai 2016 31. Mai 2016
   
 
31. Mai 2016: Eine kleine Ausstellung vor Ort erweitert jetzt das Informationsangebot rund um diese spannende Pflanze.  
   
30. Mai 2016 - 73 cm von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens: 16 cm ist die Blütenstandsknospe über das Wochenende gewachsen! Schweißtreibende 35°C wurden dort maximal gemessen.
30. Mai 2016 30. Mai 2016
   

27. Mai 2016 - 57 cm von der Erdoberfläche bis zur Spitze des Kolbens: Das Hochblatt (die Spatha) hat sich gegenüber des Vortages gestreckt. An der breitesten Stelle ist der Blütenstand etwa 13 cm.

Die Titanenwurz kommt aus den feuchten Tropen, braucht viel Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit. Das Begonienhaus wird daher jetzt höher geheizt (bei Sonnenschein sind nun sogar 30°C statt der sonst 22°C) und für eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt (um 80%). Kommt man vom Großen Tropenhaus oder dem Gewächshaus der tropischen Nutzpflanzen, läuft man spürbar gegen eine heiße, feuchte Wand. Hier lässt sich's jetzt gut schwitzen und wachsen.

27. Mai 2016 27. Mai 2016
   


Die "Größte Blume der Welt" sieht noch klein aus, aber dennoch schön.

27. Mai 2016 27. Mai 2016
   

26. Mai 2016: Die Pflanze wird in das Begonienhaus gebracht, damit das Blütenspektakel öffentlich verfolgt werden kann.

 
26. Mai 2016  
   
26. Mai 2016 26. Mai 2016
   
25. Mai 2016: Die äußeren Hüllblätter geben den Blick deutlich auf den Blütenstandskolben frei und die Spatha ist erkennbar. Es wird also ein Blütenstand!
25. Mai 2016 25. Mai 2016

Bis Mai 2016: Die Pflanze befindet sich in einem speziellen, nicht öffentlich zugänglichen Anzuchtsgewächshaus. Ruhepause und Austrieb einer Knospe. Die Knospe ließ noch nicht erkennen, ob sie sich zu einem Laubblatt oder einem Blütenstand entwickelt.

5. April 2016: Die Pflanze macht gerade eine Ruhepause. Sie weist eine unterirdische Knolle auf, deren Gewicht regelmäßig beim Umtopfen der Pflanze im Ruhestadium gemessen wird. Beim letzten Umtopfen am 5.4.16 wog die Knolle 20 kg und ist damit noch recht klein. Der Durchmesser maß ca. 35 cm.

Was wird während der Blütezeit zu sehen und zu riechen sein?
Das eigentliche Blütenspektakel dauert nur drei Tage: Die Pflanze ist ein Nachtblüher und im Laufe eines Nachmittags wird sich ein großes Hochblatt (Spatha) öffnen, welches den großen Kolben (Spadix), einem hochfliegenden Rock gleichend, umgibt. Die Titanenwurz gibt besonders am ersten Blühtag bzw. der ersten Blühnacht einen intensiven Aasgeruch ab. Im Laufe des zweiten Blühtages wird sich das Hochblatt ganz langsam schließen. Im Laufe des dritten Tages ist das botanische Schauspiel vorüber: Der Blütenstand beginnt zu welken und allmählich in sich zusammenzufallen.

Genaue Voraussage der Blütenöffnung
Die genaue Vorhersage, wann sich der Blütenstand entfaltet und die Blüten öffnen, ist sehr schwierig und meist erst am Morgen oder Mittag des Blühtages möglich. Gärtner und Wissenschaftler des Botanischen Gartens Berlin nehmen an, dass sich der attraktive Blütenstand vielleicht in der zweiten Juniwoche 2016 öffnen wird. Vielleicht aber auch früher oder später. Da die Titanenwurz in dieser Wachstumsphase sehr empfindlich ist, bleibt es bis zur letzten Minute ungewiss, ob sich der Blütenstand wirklich öffnet. Es wird also für Botaniker, Gärtner und Besucher sehr spannend.

Übler Geruch nach Aas
Mittels Aasgeruch lockt die Titanenwurz in der Natur Fliegen durch ein Täuschungsmanöver in den Blütenstand, die für ihre Eiablage einen verwesenden Tierkadaver suchen. Im Blütenstand der Titanenwurz finden die Fliegen keinen geeigneten Brutplatz – aber sie bestäuben bei ihrem Besuch die weiblichen Blüten, die nur in der ersten Nacht Pollen aufnehmen können. Erst in der zweiten Nacht öffnen sich die männlichen Blüten und geben ihren Pollen ab – eine perfekte Strategie, um Selbstbestäubung zu verhindern. Damit der Geruchslockstoff besonders gut verströmt, erhöht die Pflanze die Temperatur im Kolben gegenüber der Umgebung und der Blütenstand gleicht einer Geruchsfackel. Während der ersten Nacht ist der Geruch besonders intensiv, danach deutlich geringer.

Riesenblume aus Indonesien
Die Titanenwurz, Amorphophallus titanum, ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Aronstabgewächse. Sie bildet eine unterirdische Knolle aus, die über 100 kg Gewicht erreichen kann. Erst nach mehreren Jahren kann aus der Knolle ein Blütenstand mit einer Größe von bis zu drei Metern hervorgehen. Nach dem Guinness Buch der Rekorde ist es die größte Blume der Welt (Rekord bei 3,10 Meter, Winnipesaukee Orchids in Gilford, New Hampshire, USA, 2010). Die Pflanze wurde in Sumatra (Indonesien) vom italienischen Botaniker Odoardo Beccari 1878 entdeckt. Sie ist in der Natur stark gefährdet, da ihr Lebensraum, der Regenwald, zerstört wird.

Schwierige Kultur
Die Pflanze, die jetzt in Berlin einen Blütenstand hervorbringt, stammt aus einer Nachzucht des Palmengartens Frankfurt von 2003 und geht auf eine am 11.5.1992 in Indonesien, Sumatra, in der Nähe von Padang gesammelte Wildherkunft zurück. Sie weist eine unterirdische Knolle auf, deren Gewicht regelmäßig beim Umtopfen der Pflanze im Ruhestadium gemessen wird. Beim letzten Umtopfen am 5.4.2016 wog die Knolle 20 kg und ist damit noch recht klein – die aktuelle Entwicklung eines Blütenstandes ist also überraschend. Sie bildet nun im Alter von 13 Jahren das erste Mal einen Blütenstand aus. Aufgrund des geringen Gewichts der Knolle wird er allerdings auch vergleichsweise klein ausfallen, die Wissenschaftler des Botanischen Gartens erwarten eine Blütenstandshöhe von etwa einem oder anderthalb Metern. Die Kultur der Titanenwurz ist sehr schwierig und eine Blüte somit ausgesprochen bemerkenswert. Im April 2009, Mai 2011 und Juni 2015 bildeten andere Exemplare erfolgreich einen Blütenstand aus und wurden von zahlreichen Besuchern im Botanischen Garten Berlin bestaunt. Eine Dokumentation der Blühereignisse 2009, 2011 und 2015 finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Was wird nach der Blütezeit zu sehen sein?
Die Pflanze entwickelt nur ein einziges großes Laubblatt, welches jedoch mehrere Meter Höhe erreichen kann und einem kleinen Baum ähnelt. Nach bis zu 24 Monaten wird das Blatt eingezogen und die Knolle macht eine Ruhepause, bevor sie erneut ein Laubblatt oder nach mehreren Jahren auch einen neuen Blütenstand austreibt. Sofern der Blütenstand unter Kulturbedingungen nicht bestäubt wurde, lebt die Pflanze (theoretisch) weiter. Werden jedoch nach künstlicher Bestäubung orangerote Beerenfrüchte ausgebildet (Reife erst nach ca. 8 Monaten), sterben die Pflanzen danach häufig ab. Eine Bestäubung wäre nur möglich, wenn zur gleichen Zeit ein weiteres Exemplar blühen würde und Pollen verfügbar wäre.

Große Blume und kleine Blüte
Biologisch betrachtet handelt es sich bei der Titanenwurz um „die größte Blume der Welt“ und nicht um „die größte Blüte der Welt“. Die Blüten der Titanenwurz sind selber recht klein, doch sind mehrere hundert männliche und weibliche Blüten in einem großen kolbenförmigen Blütenstand vereint. Dieser Blütenstand wird insgesamt als „Blume“ bezeichnet, da er bestäubungsbiologisch eine Einheit bildet und wie eine einzige, riesige Blüte funktioniert.

 

 

Wer es nicht erwarten kann bis zur Blütenöffnung, kann sich ja schon mal ansehen, wie schön das Blütenspektakel im Jahr 2015, 2011 und 2009 war:

Es handelt sich nicht stets um das gleiche Exemplar, das in Blüte geht. Es befinden sich mehrere Exemplare in Kultur im Botanischen Garten Berlin.

Beeindruckende Zeitrafferfilme zeigen, was noch bevorsteht.

Mehr Informationen zur Titanenwurz:

  • Standort der Titanenwurz im Botanischen Garten: während der Blütezeit öffentlich im Gewächshaus B)

  • Wissenswertes zur Kultivierung der Titanenwurz
    Lobin, W., Neumann, M., Radscheit, M. & W. Barthlott (2007): The cultivation of Titan Arum (Amorphophallus titanum) – A flagship species for Botanic Gardens. Sibbaldia 5: 69-86.
    Link zu Titanenwurz-Informationen der Botanischen Gärten Bonn hier>>>

Weitere Infoblätter / Other Papers of Information