Artist in Residence: Mark Swysen / Botanisches Museum Berlin und Kulturamt Steglitz-Zehlendorf setzen „Artist in Residence“-Programm fort

Pressemitteilung vom 11.4.2017
Dienstag, 11. April 2017

Der belgische Künstler Mark Swysen ist ab 10. April 2017 Artist in Residence im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin. Er wohnt im Gästehaus des Gartens. Zum Arbeiten nutzt er das Atelier der Schwartzschen Villa, einer Einrichtung des Kulturamts des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Die Arbeiten seines Aufenthaltes werden vom 2. Juni bis 24. September 2017 in einer Ausstellung sowohl im Botanischen Garten als auch im Botanischen Museum zu sehen sein. 2015 startete das „Artist in Residence“-Programm mit Aufenthalt und Ausstellung der ukrainischen Künstlerin Viktoriia Teletien. Mark Swysen ist der zweite Künstler vor Ort im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin.

Mark Swysen ist 1965 in Belgien geboren. Er studierte Biologie und absolvierte dann in Brüssel ein Kunststudium. Heute lebt er in Antwerpen. Er interessiert sich für das menschliche Verhalten in unserer westlichen Gesellschaft. Dazu hinterfragt er die biologischen Denkmuster des menschlichen Gehirns und die soziologischen Dynamiken des menschlichen Zusammenlebens. Swysens Arbeiten sind Reflexionen über die sozialen Interaktionen von Menschen innerhalb ihrer eigenen Gruppe und gegenüber anderen Gruppen.

Aus ökologischer Perspektive betrachtet, geht es dem Künstler um das Verhältnis der Menschheit zu ihrer Umwelt. Ein Ausstellungsthema, für das der Berliner Botanische Garten perfekt geeignet ist. In der Vorstellung des Künstlers symbolisiert ein Botanischer Garten den „Garten Eden” – den biblischen Geburtsort der menschlichen Genetik. Die Weltstadt Berlin ist für Swysen ein Knotenpunkt intensiver sozialer Kontakte, Grundlage der Gruppendynamik und kulturellen Evolution des Menschen. Mit Humor und Fantasie erforscht der Artist in Residence im Berliner Garten und Museum nicht nur das reichhaltige Inventar zeitgenössischer Pflanzen sondern darüber hinaus auch die Möglichkeiten zukünftiger Lebensformen jenseits des Anthropozän-Zeitalters.

Mark Swysens konzeptuelle Arbeiten folgen dem klassischen Gedankengang, dass die Idee das entscheidende Merkmal eines Kunstwerks ist. Um diese Idee zu gestalten, verwendet der Künstler alle möglichen Reize: optische Stimuli, Ton, Licht und Bewegung. Egal welches Material der Künstler benutzt ‒ er arbeitet dessen ästhetische Qualitäten mit äußerster Raffinesse heraus, um die Betrachter*innen eigene Bedeutungstiefen erschließen zu lassen.

Infos:

Details zur Ausstellung folgen mit einer weiteren Pressemitteilung im Mai 2017.

Pressekontakt:

Gesche Hohlstein, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin,
Freie Universität Berlin, Königin-Luise-Str. 6–8, 14195 Berlin
Tel. 030 / 838-50134, E-Mail: g.hohlstein@bgbm.org

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