TAG DER ARTENVIELFALT IN BERLIN
Zählappell In der Wuhlheide und auf dem Biesenhorster Sand...

In der Wuhlheide in Köpenick und
auf dem Biesenhorster Sand in Lichtenberg/Hellersdorf-Marzahn
13. /14. Juni 2003
Einladung
zum 4. Tag der Artenvielfalt in Berlin am 13. und 14. Juni 2003 in der Wuhlheide in Köpenick und auf dem Gelände des Biesenhorster Sandes auf der Bezirksgrenze Lichtenberg / Marzahn-Hellersdorf
Auf Initiative der Zeitschrift "GEO" wurden in den vergangenen 3 Jahren solche Tage in Berlin auf dem ehemaligen Mauerstreifen am Teltowkanal, im nördlichen Grunewald und auf dem Gelände des Fort Hahnebergs und Umgebung veranstaltet. Unter Beteiligung von zahlreichen Experten aus Berlin wurden dort innerhalb von 24 Stunden auf dem Mauerstreifen 1144, im nördlichen Grunewald 1278 und am Fort Hahneberg 878 verschiedene Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen.
In diesem Jahr soll die Aktion wieder durchgeführt werden. Zahlreiche Fachleute werden den ganzen Tag den Artenbestand an Pflanzen, Pilzen und Tieren in der Wuhlheide und auf der benachbarten Fläche des Biesenhorster Sandes, einer Bahnbrache, erfassen und ihre Ergebnisse im Haus Natur und Umwelt in der Wuhlheide zusammentragen.
Für alle Besucher werden zahlreiche Führungen angeboten – schauen Sie den Wissenschaftlern bei ihrer Feldarbeit "über die Schulter" Auch ein umfangreiches Spezialangebot für Kinder wird vorbereitet.
Hiermit laden wir Experten, Schulklassen, die interessierte Berliner Bevölkerung und Medienvertreter zu einer Bestandsaufnahme der Artenvielfalt ein. Darüber hinaus benötigen wir Hilfe bei Führungen und der Kinderbetreuung.
Wenn auch Sie die Aktion durch ihre Teilnahme unterstützen wollen, melden Sie sich möglichst bis 4. Mai 2003 bei der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz per Telefon, Fax oder E-Mail an.
Die Veranstaltung wird voraussichtlich von folgenden Institutionen organisiert bzw. unterstützt:
Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN), Haus Natur und Umwelt im Waldpark Wuhlheide, Landesbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege, Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem , Botanischer Verein von Berlin und Brandenburg, Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Museum für Naturkunde, Naturschutzbund (NABU), Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Stiftung Naturschutz Berlin.
Beschreibung des Untersuchungsgebietes
Die Wuhlheide ist ein Landschaftsraum mitten in der Stadt. Sie gehört zu einer Kette von grün geprägten Räumen, die sich vom Stadtrand bis an die Innenstadt erstrecken. Gleichzeitig liegt die Wuhlheide am übergeordneten Nord-Süd-Grünzug der Wuhle, der über die Köllnische Heide bis zum geplanten Landschaftspark Altglienicke-Rudow führt.
Vom damals zuständigen Gartenamt Treptow wurden Anfang der 20er Jahre Pläne ausgearbeitet, den Volks- und Waldpark Wuhlheide einzurichten. Die Planungen wurden in den folgenden Jahren auch weitgehend verwirklicht.
Der Volkspark war von der sozialen Idee der vielfältigen Nutzbarkeit der großen Spiel- und Liegewiesen sowie der freien Aneignung der zahlreichen Sport- und Spielplätze geprägt.
Der Waldpark hingegen sollte nicht durch 'landläufige gärtnerische Verschönerungsmittel' zu einer Anlage 'ohne eigenen Charakter' werden, sondern ein Dauerwald, 'in dem Natur zu ungehinderter Entfaltung kommen darf', so der damalige Gartenarchitekt Harrich, der die Planung erarbeitete.
Auch einige kleine Gewässer stehen für Untersuchungen zur Verfügung.
Der Biesenhorster Sand ist einer der wertvollsten Teilbereiche des ausgedehnten bahnbegleitenden Brachflächenverbundes zwischen Grünauer Kreuz und Hohenschönhausen. Er zeichnet sich aus durch typische und großflächig ausgebildete Bestände von Silbergras-, Glatthafer- und Rotschwingel-Trockenrasen vermischt mit Pionier-Schotterfluren, Hochstaudenbeständen und Trockenwaldsäumen. Es gibt seit langem Planungen, die Flächen unter Naturschutz zu stellen.
Für die Experten gibt es somit vielfältige Biotope zu erkunden. Aus früheren Jahren liegen zahlreiche Untersuchungsergebnisse vor, die als Hintergrundinformationen dienen. In der Wuhlheide liegt das Haus Natur und Umwelt, das diesmal Anlaufpunkt für Experten und Besucher ist.
Programm
Freitag, 13. Juni 2003
16 Uhr Treffen der Experten im Haus Natur und Umwelt in der Wuhlheide
21 Uhr Beginn der Lichtfänge
Samstag, 14. Juni 2003
11 Uhr
Offizieller Beginn für die Presse und die interessierte Öffentlichkeit16 Uhr Gemeinsame Auswertung der Ergebnisse im Haus Natur und Umwelt
17 Uhr Vorstellung der Ergebnisse und Presseinformation im Haus Natur und Umwelt und Abschlußfest für die Teilnehmer
Informationen
Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie bei:
Manfred Schubert bei der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz:
Potsdamer Str. 68, 10785 Berlin
Tel.: 2655 0864; Fax: 2655 1263
e-mail: bln_berlin@t-online.de
Internetseite: http://www.bln-berlin.de
Dr. Ekkehart Neef im Haus Natur und Umwelt in der Wuhlheide,
Im Waldpark Wuhlheide, 12459 Berlin
Tel.: 535 19 86, Fax 535 19 90
e-mail: hnu@haus-natur-und-umwelt.de
Internetseite: haus-natur-und-umwelt.de
Dr. Andreas Meißner im Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin,
Teufelsseechaussee 22-24, 14193 Berlin
Tel.: 30000 50, Fax: 30000 515
e-mail: info@oekowerk.de
Internetseite: www.oekowerk.de
Bernd Machatzi beim
Landesbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege,
Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin
Tel.: 9025 1030, Fax: 9025 1057
e-mail:
bernd.machatzi@senstadt.verwalt-berlin.de
Hinweise:
Auflicht- und Durchlichtmikroskope/Binokulare und Bestimmungsliteratur stehen am Samstag im Haus Natur und Umwelt zur Verfügung.
Lichtfänge können in der Umgebung durchgeführt werden.
Lage des Untersuchungsgebietes
Die genaue Lage der Untersuchungsflächen entnehmen Sie bitte dem aktualisierten Flyer!
Anfahrt zum Haus Natur und Umwelt:
S-Bahnhof Wuhlheide (S3), FEZ-Park, Abzweig Badesee, Tram 26, 61, 67, Parkplätze vor dem Freizeit- und Erholungszentrum
1. Rundschreiben Geotag2003_1.doc 14.02.03
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