Kautschuk, Curare, Stevia: Pflanzensammeln von Humboldt bis heute

Zwischen legitimer Nutzung und illegitimer Aneignung - Eine Führung durch die Tropenhäuser des Botanischen Gartens in Dahlem
Samstag, 7. Dezember 2019 - 14:00

Alexander von Humboldt setzte als Naturforscher und Pflanzensammler in vielen Bereichen neue Maßstäbe. 2019, das Jubiläumsjahr zu seinem 250. Geburtstag bietet den Anlass für einen etwas anderen Blick auf das Sammeln von Pflanzen.

Während der Führung werden Schlaglichter auf das Pflanzensammeln gestern und heute geworfen. Wie und unter welchen Bedingungen wurde zu Zeiten Humboldts gesammelt? Was bedeutete es, während des Kolonialismus in Lateinamerika die Pflanzenwelt zu erforschen? Wie hat sich die Diskussion um Pflanzensammeln im Laufe der Zeit verändert und was hat das mit dem Begriff „Biopiraterie“ zu tun? Geht es heute überhaupt noch um Pflanzensammeln oder eher um Synthetische Biologie und Digitale Sequenzinformationen?

Wissen wurde lange Zeit als Gemeingut begriffen, das von allen unein-geschränkt genutzt werden konnte. Erst langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Entdecker*innen bestimmter Wirkungen – oft indigene Gemeinden – anerkannt und bei der Nutzung angemessen beteiligt wer-den sollten. Ein Konfliktfeld um Wissen und Nutzung, um das auch heute noch Debatten stattfinden.

Führung mit Steffi Wassermann und Rita Trautmann vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL)
Dauer: 1,5 Stunden
Vorherige Anmeldung erbeten unter: steffi.wassermann@fdcl.org

Treffpunkt: Botanischer Garten Berlin, Eingang Königin-Luise-Straße

 

Eintrittspreis(e) 

Ermäßigter Garteneintritt 3 €

Veranstaltungstyp