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Einleitung

Hustedt-Diatomeen-Sammlung

F. Hustedt in seinem Arbeitszimmer 1932

Die Hustedt-Sammlung ist die weltweit umfassendste wissenschaftliche Sammlung von Kieselalgen (Diatomeen) – mikroskopisch kleinen Algen mit kunstvoll gestalteten Silikatschalen. Im Jahr 2024 wurde die Sammlung vom Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven, in das Herbarium des Botanischen Garten Berlin überführt, wo sie nun vom Forschungsbereich Algen (Diatomeen) kustodial aufgearbeitet, betreut und weiterentwickelt wird. Damit setzt sich die mehr als 100-jährige Geschichte dieser einzigartigen Sammlung fort.

Die Sammlung wurde von dem deutschen Diatomeenforscher Dr. Friedrich Hustedt (1886–1968) aufgebaut und später nach ihm benannt. Sie umfasst über 100.000 Objektträger, 40.000 konservierte Proben, darunter zahlreiches Typusmaterialien, sowie ein umfangreiches Archiv an Zeichnungen und wissenschaftlicher Literatur. Dieser wissenschaftliche Schatz von unermesslicher und internationaler Bedeutung wird nun am Botanischen Garten Berlin für die Forschung gesichert und weiter erschlossen.