
Im Jahre 1957 begann der Aufbau eines neuen Schaumuseums, dessen Ausgestaltung mit der Eröffnung der zweiten Etage am 11. März 1991 ihren Abschluß fand. Die Auswahl der Ausstellungsthemen erfolgte unter dem Gedanken der gegenseitigen Ergänzung von Botanischem Garten und Museum und unter Bezug auf die laufende Forschung, die derzeit an der Institution auf dem Gebiet der systematischen Botanik und Pflanzengeographie betrieben wird. Während dem Besucher im Garten vor allem die verschiedenen Pflanzengestalten, z.T. in natürlicher Vergesellschaftung, mit ihren Formen und Farben und ihrer Entwicklung über das Jahr hin ins Auge fallen, werden ihm im Museum der Aufbau und die Feinstrukturen der gleichen Pflanzen, nebst ihrer geschichtlichen Entwicklung und ihrer Verbreitung, gezeigt. Um das möglich zu machen, wird zum Hilfsmittel Modell gegriffen: stark vergrößerte, um mikroskopisch kleine Pflanzen und Pflanzenteile, verkleinerte, um Vegetationstypen in Dioramen darzustellen.