Perspektiven auf botanische Modelle

Ein Modell, ganz gleich ob es sich dabei um einen Gedanken oder um ein reales Objekt handelt, bezieht sich
stets auf ein bestimmtes Vorbild, das Phänomen oder Original. In diesem Sinne ist es stets Modell von etwas.
Andererseits wird jedes Modell in irgendeiner Weise auch genutzt. Und in diesem Sinne ist es stets Modell für etwas.
Unsere modellSCHAU präsentiert Exponate unter drei verschiedenen Aspekten:

 

 

 

Naturgetreue Modelle sollen ihren Betrachtern in erster Linie demonstrieren, wie bestimmte Organismen aussehen.

   
Fürstenapfel. Fruchtmodell der Firma Sickler/Bertuch, Weimar 1794-1804. Leihgabe des Museum der Natur Gotha
 

Didaktische Modelle unterstützen die Vermittlung biologischen Wissens und erklären Prozesse und Zusammenhänge. Dabei werden sie oftmals auf das Wesentliche reduziert.

    Modelle von Leitbündeln um 1900, aus der Sammlung des BGBM.
Foto: C. Hillmann-Huber
  Modelle dienen auch als Instrumente der Beschreibung, Voraussage oder  Erklärung. Als Modelle für etwas sind sie dann selbst Teil der naturwissenschaftlichen Forschung. Ein berühmtes Beispiel dafür, dass Modellbau dazu beitragen kann, eine Forschungsfrage zu lösen, ist die  Entdeckung der DNA- Doppelhelix-Struktur durch Watson und Crick.  

 

Auch Kladogramme gehören in dieser Perspektive zu den  Modellen. Foto: C. Hillmann-Huber