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Auf die Fensterbänke, fertig, los! 16. ORCHIDEENSCHAU im Botanischen Garten Berlin

Flyer Orchideenschau 2026
Mittwoch 26. August 2026

Vom 11. – 13. September 2026 wird es wieder bunt und blütenreich im Neuen Glashaus des Botanischen Gartens Berlin (BO). Zum 16. Mal bietet die Orchideenschau auf rund 1.000 Quadratmetern eine große Farbenpracht und jede Menge Wissenswertes rund um die faszinierenden Pflanzen – von Klassikern, über Raritäten, bis zu echten „Diven“: Staunen, Fachsimpeln und Kaufen erwünscht! Und wer Orchideen in ihrer natürlich anmutenden Umgebung bewundern möchte, kann sich auf Entdeckungstour durch die Gewächshäuser des Botanischen Gartens begeben. Tiefere Einblicke in die Welt der Orchideen gibt das BO-Begleitprogramm mit speziellen Sonntagsführungen und spannenden Kurzvorträgen zu heimischen Orchideen. 

Von ganz schön klein bis ziemlich groß ist alles dabei: Wer auf der Suche nach „Dracula“, Cattleya oder Frauenschuh-Orchideen ist, findet sie hier. Dazu gibt’ s jede Menge praktische Tipps von den Fachleuten vor Ort und auch gleich das richtige Equipment: Orchideensubstrat, Töpfe, Hygrometer, Sprühflaschen, Orchideenkörbe, Wannen für die Fensterbank, Bücher und vieles mehr. Die Kakteenfreunde Berlin sowie die Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen sind ebenfalls mit jeweils einem Stand vertreten. Alle zwei Jahre präsentiert die Berliner Gruppe der Deutschen Orchideen-Gesellschaft e.V. (D.O.G.) gemeinsam mit weiteren Landesgruppen sowie nationalen und internationalen Orchideengärtnereien ungewöhnliche Züchtungen und beeindruckende Naturformen. 2026 feiert die D.O.G. ihr 120-jähriges Bestehen!

Vom Keimling zum „Fensterling“ – von der Topfpflanze zum Kunstwerk

Die Vermehrung von Orchideen durch Samen ist kein leichtes Unterfangen. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen besitzen die mikroskopisch kleinen Samen der Orchideen kein Nährgewebe. Daher sind sie am Naturstandort zur Keimung auf spezielle Mykorrhizapilze angewiesen, von denen die heranwachsenden Orchideenkeimlinge die nötigen Nährstoffe beziehen. In Kultur erfolgt die Aussaat mangels Pilzpartner auf speziellen Nährmedien. Das klappt nur im Labor, da die Umgebung vollkommen keimfrei sein muss. Die reifen, aber noch ungeöffneten Samenkapseln werden deshalb auch sterilisiert, bevor die Samen zu Millionen vorsichtig herausgelöst und ausgesät werden können. Die Keimung dauert etwa vier Wochen. Dann braucht es noch einmal fast ein Jahr, bis aus den Samen Jungpflanzen geworden sind, die in passendes Orchideensubstrat getopft werden können.

Erstmals haben Orchideen-Fans die Möglichkeit, bei der Schau im Botanischen Garten, einem Pflänzchen zum Start ins Leben zu verhelfen. Die aufwändigen Vorarbeiten sind bereits getan – jetzt heißt es: Unter fachlicher Anleitung eine Mini-Pflanze aus der Nährlösung pikieren, umtopfen und mit nach Hause nehmen. Das Ganze ist kostenlos, die Anzahl der Pflänzchen begrenzt. Und wer seine Lieblings-Pflanze schon immer mal in Aquarell auf die Leinwand bringen wollte, sollte bei der Orchideenschau die Augen offenhalten. Die Künstlerinnen Kristin Tessen und Mary Adler zeigen live und in Farbe, wie das geht. Zuschauen, nachfragen und kaufen – auch das ist möglich!

Unter Glas und vor der Haustür: Das BO-Begleitprogramm zur Orchideenschau

Sie sind nicht nur schön anzuschauen. Orchideen sind faszinierende Pflanzen, über die es viel zu erzählen gibt. Was macht sie eigentlich so besonders? Wie funktioniert das genau mit der Vermehrung? Und welche heimischen Orchideen gibt es in Berlin und Umgebung? Antworten auf diese Fragen und noch viele weitere haben die Auskenner des Botanischen Gartens: Am Freitag und Samstag (11. & 12. September) gibt Naturschutzgenetiker Max Fussan Einblicke in seine Forschung zum Schutz heimischer Orchideen und am 13. September widmen sich zwei Sonntagsführungen durch Garten und Gewächshäuser der faszinierenden Welt der vielfältigen Pflanzen. Für die Führungen sind Anmeldung und Teilnahmegebühr erforderlich, die Vorträge sind kostenfrei und offen für alle Interessierten.

Multimedialer Vortrag: Heimische Orchideen schützen - Einblicke in Forschung & Praxis 
von Max Fussan, Naturschutzgenetiker der Botanischen Beratungsstelle am Botanischen Garten Berlin

Wann: Freitag, 11. September & Samstag, 12.  September, 17 – 18 Uhr 
Wo: Besuchszentrum Königin-Luise-Platz
Teilnahme: kostenfrei
Anmeldung: nicht erforderlich, begrenzte Sitzplätze 
Weitere Infos: Heimische Orchideen schützen - Multimedialer Vortrag

Sonntagsführung: Die faszinierende Welt der Orchideen

Wann: Sonntag, 13. September um 12 und 14 Uhr
Wo: Treffpunkt im Besuchszentrum Königin-Luise-Platz
Teilnahmegebühren: pro Person 6 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung: erforderlich, Infos + Anmeldung

Orchideenschau 2026 im Botanischen Garten Berlin 

Ausstellung – Beratung – Verkauf

Tickets gibt es vor Ort oder online unter: bo.berlin/de/orchideen26

Datum:                       11. – 13. September 2026 (Freitag bis Sonntag)
Öffnungszeiten:        10 bis 18 Uhr (Orchideenschau)
                                    10 bis 20 Uhr (Garten), Kassen + Gewächshäuser schließen um 19 Uhr
Ort:                              Botanischer Garten Berlin-Dahlem
Eingänge (ÖPNV):      Königin-Luise-Platz, 14195 Berlin (ExpressBus X83, Bus 101)
                                     Unter den Eichen 5-10, 12203 Berlin (Metrobus M48)
Eintritt:                        10 Euro, ermäßigt 5 Euro
                                     Für Jahreskarteninhaber*innen gilt der ermäßigte Eintrittspreis.
Veranstalter:               Berliner Gruppe der Deutschen Orchideen-Gesellschaft e.V. (D.O.G.)
Infos:                           www.orchidee-berlin.de

Pressefotos (zum Download): Orchideenschau 2026


Hintergrundinfo

Orchideen – echte Hingucker und wahre Überlebenskünstler

Orchideen bilden mit etwa 28.000 bekannten Arten die größte Pflanzenfamilie der einkeimblättrigen Pflanzen. Außer in Wüsten und der Antarktis kommen sie in nahezu jedem Landlebensraum der Erde vor. Die wohl beeindruckendsten Orchideen finden sich in den Tropen. Hier wachsen sie in der Regel hoch oben in den Baumkronen, also auf anderen Pflanzen. Deswegen zählen diese Arten zu den sogenannten „Aufsitzerpflanzen“ oder „Epiphyten“ (von griechisch "epi" für "auf" und "phyton" für "Pflanze"). In den luftigen Höhen des tropischen Regenwalds bekommen sie genügend Licht, sind aber zugleich vor praller Sonne geschützt. Überlebenswichtige Nährstoffe ziehen die Pflanzen aus dem Regenwasser, Staubpartikeln in der Luft oder aus verrottenden Pflanzenteilen, die sich auf den Ästen ansammeln. Neben den Epiphyten gibt es aber auch in den Tropen Arten, die auf dem Boden oder auf Felsen wachsen.

Viele Orchideenarten sind in der Natur bedroht – in den Tropen vor allem durch die Abholzung der Regenwälder, in Mitteleuropa durch die Intensivierung der Landwirtschaft. Auch das übermäßige Sammeln von Wildpflanzen für den Zierpflanzenhandel hat zum Rückgang vieler Orchideen geführt. Daher gibt es inzwischen strenge Vorschriften, die den Handel und Export regeln. Sämtliche Orchideenarten unterliegen dem Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen.

Orchideenwissen seit 120 Jahren

Die Deutsche Orchideen-Gesellschaft e.V. (D.O.G.) feiert 2026 ihr 120-jähriges Bestehen! Gegründet 1906 in Berlin als Vereinigung von Orchideenliebhaber*innen, gilt sie heute als größte und älteste europäische Orchideen-Gesellschaft. Zu den vorrangigen Aufgaben des gemeinnützigen Vereins gehören der Schutz und die Erhaltung der Orchideen durch die Förderung der Orchideenkunde. Die etwa 3.000 Mitglieder der D.O.G. sind in rund 30 Gruppen organisiert. Die Berliner Orchideengruppe zählt 60 Mitglieder. 
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Mit nahezu 20.000 Pflanzenarten ist der Botanische Garten Berlin der größte in Deutschland und zählt zu den bedeutendsten weltweit. Auf 43 Hektar Freigelände und in 15 Gewächshäusern erhalten Besucherinnen und Besucher faszinierende Einblicke in die Welt der Botanik. Als Knotenpunkt der internationalen Biodiversitätsforschung sowie als Ort der Wissensgenerierung und -vermittlung beschäftigt der Botanische Garten mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Wiedereröffnung des Botanischen Museums ist für 2027 geplant. Seit 1995 gehört die Einrichtung zur Freien Universität Berlin.

Der Botanische Garten Berlin ist BO Berlin – Internationales Wissenszentrum der Botanik. Ein einzigartiger Ort, der Botanik in allen Facetten erlebbar macht.

Pressekontakt
Alexandra Jakob
Pressesprecherin
Botanischer Garten Berlin
Tel. 030 / 838 – 72375
Mail: a.jakob@bo.berlin

Jörg Bohn
Gruppenleiter der D.O.G. Gruppe Berlin
Tel. 0157 30 35 36 33 
Mail: gruppenleiter@orchidee-berlin.de

Pressemitteilung zum Download: